Nachhaftung eines ausscheidenden GbR-Gesellschafters

01.04.2018

Die unbeschränkte persönliche Haftung der Gesellschafter einer GbR
für die Gesellschaftsverbindlichkeiten im Außenverhältnis besteht
grundsätzlich nach ihrem Ausscheiden oder der Beschränkung ihrer Haftung
als Kommanditisten fort, soweit der Rechtsgrund für den Anspruch im Zeitpunkt
des Ausscheidens oder der Haftungsbeschränkung gelegt war.

Für die unbeschränkte Haftung der Gesellschafter, die Kommanditisten
werden, gelten allerdings für die Haftung aus früheren Verbindlichkeiten
die Grundsätze der Enthaftung. Danach haftet ein ausscheidender Gesellschafter
nur für Altverbindlichkeiten, die innerhalb von fünf Jahren nach seinem
Ausscheiden fällig und im Sinne der Norm geltend gemacht werden. Die fünfjährige
Frist beginnt mit dem Zeitpunkt zu laufen, in dem der Gläubiger von dem
Ausscheiden des Gesellschafters einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts
positive Kenntnis erlangt.

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